stationäres PRS

Ein Passiver Repeater ist die ökonomische Alternative zur Gebäudefunkanlage.

 

Warum wird Funkreichweitenverbesserung benötigt?

Funkreichweitenverbesserungssysteme resultieren aus der Notwendigkeit, auch solche Bereiche mit hochfrequenten Aussendungen zu versorgen, die durch bauliche oder topografische Einflüsse wie Stahlbetonwände oder Geländeabschattungen vom jeweiligen Sender abgeschirmt sind.

Bekannt ist das Problem als Nutzer der Mobilfunknetze: In entlegenen Orten oder in abgeschatteten Bereichen, so in Tunneln oder Tiefgaragen, reißt die Funkverbindung plötzlich ab und muss später wieder neu aufgebaut werden. Wir sprechen dabei von sogenannten ‚Funklöchern‘. Diese, für die private Kommunikation lästige Eigenschaft von Mobilfunknetzen, ist trotz ständiger Netzerweiterungen heute noch aktuell und wird sich wohl aus Kostengründen nicht restlos beseitigen lassen.

Für den professionellen Sprechfunk, z. B. der Sicherheitsbehörden, existiert dieses Problem ebenfalls. Jedoch ist dieser Umstand hier nicht nur lästig, sondern er bringt unter Umständen große Sicherheitsrisiken mit sich.

 Anwendungsbeispiel:

Im Sicherheitsbereich, schwerpunktmäßig bei der Brandbekämpfung, gibt es erhebliche Defizite. Im Brandfall, z. B. in Kellerräumen, Tiefgaragen oder Tunneln, werden die Einsatzkräfte vor Ort vom außen stehenden Führungsfahrzeug geführt. Dabei bricht die Funkverbindung wie bei den Mobilfunknetzen plötzlich ab. Die Stahlbetonwände lassen die elektromagnetischen Wellen nicht passieren. Für den Retter vor Ort ist diese Funkverbindung jedoch vielfach von lebensentscheidender Bedeutung.

 Realisierungsmöglichkeiten:

Bisher wurde diesem Problem durch den Einbau von aktiven Gebäudefunkanlagen in Verbindung mit sogenannten Leck- oder Schlitzkabeln begegnet. Diese Problemlösungen sind aber mit kostenträchtigen Nachteilen verbunden:

  • aufwändige Montage und Installation
  • externe, unterbrechungsfreie Stromversorgung (Notstromversorgung!) erforderlich
  • erhebliche Folgekosten durch regelmäßige Wartung und Überprüfung
  • verringerte Zuverlässigkeit im Gebäudeschadensfall
  • im Einsatzfall zusätzlicher Elektrosmog

Die technisch einfachste und zuverlässigste Lösung stellt ein Passiver – Repeater als Bypass für undurchdringliche Wände dar:

Dabei empfängt eine Außenantenne die hochfrequenten Signale der Funkgeräte im Führungsfahrzeug, die durch das Resonanzverhalten der präzise auf die entsprechende Frequenz gefertigten Antenne herausgefiltert und damit ‚verstärkt‘ werden. Diese Energie leitet ein Spezial- HF-Kabel, sozusagen als Bypass, verlustarm zu einer speziellen Innenantenne. Die Innenantenne wird damit wiederum zum „Resonanzschwingen“ gebracht und strahlt nun selbst in den Innenraum ab.

Der Funkverkehr von innen nach außen erfolgt auf dem gleichen Weg und nach demselben Prinzip. Da keine aufwändigen Verstärker notwendig sind, wird dieses System als Passiv – Repeater bezeichnet.